Museum ohne Wände im öffentlichen Raum

Kunstprojekt an der Gesamtschule Gedern als visueller und leiser Appell für Wasser-, Umwelt – und Klimaschutz


Am Freitag, dem 29.Oktober 2021, präsentierten insgesamt 60 Schüler und Schülerinnen aus den Klassen 9 und 10 ihre Weidenstelen auf dem Schulhof und zeigten eine spannende Verbindung zwischen Kunst und Natur. Einfallsreich hatten die jungen Künstler verflochtene Gebilde in Schmetterlings- oder Herzform hergestellt, mit Kastanien, Hagebutten oder Wolle dekoriert. Großeltern und Eltern hatten beim Schneiden und Herstellen geholfen.

Die Schüler/Innen erläuterten die Umsetzung des Projekts und beschrieben, wie sie dieses Naturprojekt mit dem traditionellen Werkstoff Weide empfunden haben. Besonders gefallen hat ihnen, dass sie ein Teil von „Fridays for future“ sein konnten, eine andere Lernform kennen gelernt haben, sich Inspirationen bei den anderen holen konnten und lernten, vor einem großen Publikum zu sprechen.

Schulleiter Thomas Dauth bedankte sich für das Engagement und die ideenreiche Ausstellung bei der Initiatorin und Kunstpädagogin Britta Schäfer-Clarke. Im Anschluss kamen einige Referenten zu Wort. Marion Richter von der Fachstelle Wasser- und Bodenschutz Wetteraukreis sprach sich für einen gesunden Lebens- und Hochwasserschutz aus, machte sehr deutlich, wie wichtig Bäche, Renaturierung und Grundwasserschutz für unsere Umwelt seien. Daher lobte sie das Projekt der Schüler, die mit ihren Weidenstelen ein Zeichen setzen wollen. Frank Uwe Pfuhl, der Leiter NABU Wetteraukreis betonte, wie wichtig gerade Weiden als Lebensraum für Fledermäuse, Biber und Steinkäuze seien.

Gudrun Müller, eine Korbflechterin und Kennerin des alten Handwerks präsentierte ihre selbst hergestellten Werke und schilderte ihre Arbeitsweise vom Schritt der Ruten bis zu ihrer Verarbeitung. Britta Schäfer-Clarke bedankte sich bei allen Referenten und den 60 Künstlerinnen und Künstlern, die auf besondere Art und Weise einen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz geleistet haben. Sie stellte heraus, wir wichtig es sei, sorgsam mit dem kostbaren Gut "Wasser" umzugehen. Die Stelen sollen eine Art Denkmal sein, die auf den fortschreitenden Klimawandel aufmerksam macht und alle auffordert, etwas im eigenen Lebensumfeld zu verändern. Die Werke sind auf dem begrünten Innendach der Schule zu bewundern. 



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