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Gesamtschule Gedern
Schulleiter Walter Scheibner

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63688 Gedern

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Die Gesamtschule Gedern ist eine kooperative Gesamtschule mit Ganztagsangebot ca. 70 km nordöstlich von Frankfurt am Main am Rande des Vogelsbergs.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über unsere Schule, die Schülerinnen und Schüler und Aktivitäten informieren.

News und Presse

Die vollständige Ansicht aktueller Nachrichten rund um die Gesamtschule Gedern können Sie hier abrufen.

Umsetzung der Geschäftsidee nimmt konkrete Formen an

CO2 Punkte: Wetteraukreis und Gederner Schülerfirma schließen Kooperationsvertrag ab

GEDERN (red). Der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft des Wetteraukreises (EGW) hat einen Kooperationsvertrag mit der Schülerfirma „environmental conservation“ geschlossen. Im Zuge der Zusammenarbeit wird der EGW die Schülerfirma bei ihrem anspruchsvollen Projekt, dem Handel mit CO2-Punkten, unterstützen.

Die Geschäftsidee beruht darauf, dass öffentliche Einrichtungen wie Schulen dafür belohnt werden, wenn sie weniger Energie verbrauchen und Geld sparen. Der Nutzen ist, dass die Schulen durch den Handel (rein virtuell) Geld von Schulen bekommen, die es nicht geschafft haben, ihre Ausgaben zu reduzieren.

„Ziel der Schülerfirma ist es, die Schulen zu umweltbewusstem Handeln zu bewegen“, erklärte die 15-jährige Vorstandsvorsitzende Doreen Balser während der Vertragsunterzeichnung. Die Schülerfirma will Gelder für Umweltzwecke und CO2-Punkte einführen. Sie will den Schulen das Geld, das sie jährlich ausgeben, zur Verfügung stellen, sodass sie es eigenständig verwalten können. Gleichzeitig verringern sich die bereitgestellten Gelder um einen später zu definierenden Anteil, der dem Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft zufließt, damit sich die Betriebskosten der Schulen reduzieren. Mit den CO2-Punkten soll dann ein Handel zwischen den Schulen entwickelt werden, mit dem jede einzelne Schule wieder zusätzliche finanzielle Mittel erwirtschaften kann. Zum Anfang eines Jahres soll jede Partnerschule zunächst virtuelles Geld für Umweltzwecke und CO2-Punkte aus ihrem Budget zur Verfügung stellen.

Der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft wird Daten, wie etwa den Energiebericht, bereitstellen und die Verbrauchskennzahlen der ausgewählten Partnerschulen aufbereiten. Zudem stellt der EGW ein Budget von 1500 EUR bereit. Die Schülerfirma leistet die Projektarbeit und Projektsteuerung, nimmt Kontakt mit potentiellen Partnerschulen auf und versucht gleichzeitig, Drittmittel zu akquirieren. Der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft wird über die laufenden Arbeiten informiert und bekommt einen Zwischenbericht pro Schulhalbjahr. Die Schule begleitet das Projekt im Rahmen der Fächer Politik und Wirtschaft, unterstützt bei Erschließung notwendiger Partnerkontakte und verpflichtet sich zur Weiterführung des Projekts bis zum Schuljahr 2013/14. „Wir wollen dieses richtungsweisende Projekt über einen längeren Zeitraum laufen lassen, um zu sehen, welche Erfolge sich erzielen lassen“, betonte erster Kreisabgeordneter Helmut Betschel-Pflügel.

18 Schüler der Gesamtschule Gedern haben im vergangenen Jahr die Schülerfirma „environmental conservation“ gegründet. Sie nehmen am „Junior“-Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln JUNIOR gGmbH teil. Es richtet sich an Schüler ab der neunten Klasse und hat unter anderem das Ziel, handlungsorientiertes Lernen zu fördern. Am kommenden Mittwoch, den 16. Mai, werden sich die Gederner Schüler mit acht anderen hessischen Unternehmen beim „Junior“-Landeswettbewerb in Gelnhausen messen und sich den kritischen Augen der Jury aus Vertretern des Hessischen Kulturministeriums, des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, der Landesarbeitsgemeinschaft SchuleWirtschaft sowie der Handwerkskammer Wiesbaden und Von Vreytz Consulting Partners stellen. Die Siegerfirma erhält die Möglichkeit, Hessen beim Bundeswettbewerb am 20. Juni in Hamburg zu vertreten. Das Europafinale findet im Juli in Bukarest statt.

An der Gesamtschule hat die Schülerfirma bereits einige Projekte realisiert. Etwa ein „Classroom-Management“, bei dem nach einem Punktesystem die ordentlichste Klasse Vorteile und die unordentlichste Klasse Nachteile erwirbt, oder ein Projekt zum papierlosen Büro. Ideen gibt es viele. „Für Elterninfos und Rundbriefe wird viel zu viel Papier verschwendet, sie können durchaus auf dem elektronischen Weg verschickt werden, damit wertvolle Ressourcen geschont werden“, sagte Doreen Balser. 90 Aktien hat die Schülerfirma zum Preis von zehn Euro verkauft. Für die Anleger ein glänzendes Geschäft, denn der Aktienwert liegt derzeit bei 21,01 Euro.

Quelle: Kreis-Anzeiger, 14.05.2012